Ein Blick in aktuelle Stellenanzeigen macht deutlich: Soziale Kompetenzen besitzen im Anwendungsfeld der Eignungsdiagnostik und Personalauswahl nach wie vor große Bedeutung; dies trifft im Besonderen auf die Auswahl von Führungskräften zu. Die Gründe hierfür sind nahe liegend: In Zeiten, in denen Hierarchien immer flacher werden und der Umgang mit Veränderungen und Innovationen den Erfolg eines Unternehmens zunehmend beeinflusst, reichen die traditionell sehr wichtigen Fachkompetenzen – angefangen bei fachlicher Expertise über betriebswirtschaftliches Allroundwissen hin zu ausgefeilter Produktkenntnis – alleine nicht aus.

Zu den am häufigsten genannten Anforderungen zählen heutzutage Mut zur Innovation, Sensitivität bei der Mitarbeiterführung, Kommunikationsstärke sowie die Durchsetzung der vorgegebenen Einzel- und Gruppenziele. Die Liste der Anforderungen ließe sich noch um einiges erweitern und macht somit deutlich, dass die viel beschworenen sozialen Kompetenzen eine wesentliche Grundlage erfolgreichen beruflichen (Führungs)Verhaltens darstellen.

Um die sozialen Kompetenzen von Menschen im Umgang mit ihren Interaktionspartnern im privaten und beruflichen Umfeld psychometrisch abzubilden, wurde das videobasierte Online-Verfahren VISION entwickelt. VISION berücksichtigt die Komplexität des Konstrukts „Soziale Kompetenzen“, indem die mögliche Bandbreite von Situationen, in denen soziale Kompetenzen eine Rolle spielen, durch zahlreiche realitätsnahe Videosequenzen abgedeckt wird. Menschen interagieren entsprechend

  • in Gruppen oder Dyaden,
  • im familiären, beruflichen, freundschaftlichen Bereich oder im öffentlichen Leben,
  • mit gleicher Zielrichtung (Kooperation) oder mit unterschiedlichen Zielen (Konfrontation) des Gegenübers.


Bei der Produktion der für VISION benötigten Videosequenzen wurde deshalb darauf geachtet, dass die sich ergebenden 24 Situationsklassen möglichst umfassend abgedeckt werden, um einen flexiblen Einsatz der Sequenzen zu ermöglichen. So erlaubt beispielsweise eine Zusammenstellung von Verkaufssituationen Aussagen über soziale Fähigkeiten, die im Vertrieb eine Rolle spielen. Andere Videosequenzen hingegen thematisieren eher den Aspekt des Führungsverhaltens.

Die Definition der Kompetenzdimensionen, welche über das Testverfahren beobachtet werden, geschah anhand eines handlungstheoretischen Ansatzes, der die Entwicklung sozialer Kompetenzen in den Mittelpunkt stellt. Diesem Ansatz folgend analysieren sozial kompetente Personen (ähnlich wie bei der Bearbeitung eines Problemlöseprozesses) zunächst die Situation, stoßen in der Folge auf mögliche Inkompatibilitäten eigener und fremder Zielformulierungen, wählen aus der erfahrungsbasierten Sammlung möglicher Verhaltensweisen das geeignet erscheinende Verhalten aus, aktivieren dieses und reflektieren in der Folge das Ergebnis in Bezug auf den Zielerreichungsgrad.

VISION zielt hierbei auf all diejenigen Persönlichkeitsfähigkeiten ab, die erfolgsrelevant für die Phasen der Situationsanalyse, Problemdefinition und Mittelwahl sind. Folgende inhaltliche Dimensionen werden daher durch VISION abgebildet:

  • Erkennen von Situationen (Gefühle, Einstellungen etc.)
  • Definition des Problems (Analyse und Priorisierung inkompatibler Kognitionen)
  • Wahl sozial adäquater Lösungsmöglichkeiten
  • Folgen von Verhalten einschätzen


Die Ergebnisse einer Studie mit mehr als 300 Nachwuchsführungskräften zeigten, dass die Methodik im Sinne der sozialen Validität einen großen Anklang bei den Teilnehmern findet und gleichzeitig eine überzeugende Grundlage zur Erfassung des Konstrukts sozialer Kompetenzen liefert.

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von pro facts assessment & training gerne über die Mailadresse vision@profacts.de zur Verfügung.